Normteile
Ein Normteil ist ein fertig gezeichnetes Teil aus der Normteil-Bibliothek: Schrauben, Muttern, Lager, Profile, Symbole für Elektro, Hydraulik, Sanitär, Architektur und vieles mehr. Die Bibliothek liegt auf dem Server im Ordner normteile/ neben dem Programm, gegliedert in Ordner und Unterordner. Sie wählen ein Teil im Panel Normteile, platzieren es mit der Maus und passen Drehung und Massstab beim Absetzen an. Eigene Teile speichern Sie aus jeder Zeichnung heraus als Normteil-Datei.

Schritt für Schritt: Normteil einfügen, Normteil speichern. Befehle: Normteil aus Auswahl speichern, Lokales Normteil einfügen, Lokales Normteil bearbeiten. Panel und Platzier-HUD: Normteile einfügen und bearbeiten.
Bibliothek und Ordnerbaum
Beim Start liest das Programm den ganzen Ordnerbaum unter normteile/ vom Server — auch leere Ordner, damit Sie sich bis zum gewünschten Unterordner durchklicken können. Der Auswahlbereich oben im Panel zeigt den Pfad (normteile › Maschinenbau › Schrauben); die Kacheln darunter zeigen die Unterordner (mit Ordnersymbol) und die Normteile des offenen Ordners mit ihrer Bildvorschau. Die Kachel .. führt eine Ebene höher. Wenn Sie auf dem Server Dateien hinzufügen, genügt ⟳ Liste vom Server neu laden. Ohne Ordner normteile/ meldet das Panel Keine Normteile gefunden (Ordner normteile/ auf dem Server).
Laden Sie Dateien und Ordner mit Umlauten in UTF-8 auf den Server. Aus Windows heraus speichern manche FTP-Programme die Namen in Windows-1252; das Programm zeigt sie seit Programmstand v3.0.37 zwar trotzdem an, meldet aber n Name(n) waren nicht in UTF-8 gespeichert und bittet um einen erneuten Upload. Bis v3.0.36 blieb die Liste in diesem Fall ganz leer.
Live-Suche
Das Suchfeld sucht über alle Ordner nach Name oder Ordnerpfad; mehrere Wörter müssen alle vorkommen (M6 4762 findet die ISO-4762-Schrauben M6). Die Treffer zeigen ihren Ordner; ein Rechtsklick auf eine Treffer-Kachel öffnet ihren Ordner. Esc leert das Feld. Ohne Treffer steht Kein Normteil passt zur Suche.
Einfügen und Platzieren
Ein Klick auf eine Kachel lädt das Teil vom Server und hängt es an die Maus. Der Einfügepunkt des Teils (bei Schrauben die Kopfauflage auf der Achse, bei Muttern, Scheiben und Symbolen die Mitte) sitzt am Fangpunkt unter der Maus. Das Platzier-HUD unten zeigt Winkel, Faktor, Spiegeln, Basis, Winkel messen und Fertig; die Tasten R, Shift+R, H, V, +, −, B und das Mausrad mit Ctrl oder Alt wirken direkt (Platzier-HUD). Jeder Klick setzt ein Teil und meldet Element(e) eingefügt (n×) — weiterklicken oder ESC zum Beenden; Esc, Rechtsklick oder Fertig beenden (Platzierung beendet — n Normteil(e) eingefügt).

Ohne den Haken Als Block einfügen kommen die Elemente des Normteils als Gruppe in die Zeichnung (Element(e) eingefügt.) — samt eigenen Massen, Schraffuren, Verschmelzungen und Constraints, falls das Teil welche mitbringt. Sie sind danach einzeln änderbar.
Als Block einfügen
Mit dem Haken wird jedes eingefügte Normteil sofort zu einem Block mit dem Namen des Teils. Die Stücklisten-Daten werden aus der Normteil-Datei übernommen: Bezeichnung, Artikelnummer, Norm, Material, Einheit, Gewicht, Lieferant, Preis und Bemerkung aus dem Feld bom; fehlt es, dienen Titel, Artikelnummer, Notizen und Schlagwörter des Feldes meta. So zählt das Normteil in der Stückliste und lässt sich mit Ballonen versehen. Liegt in der Zeichnung bereits ein Block mit gleichem Namen und gleicher Geometrie, wird er wiederverwendet — die neue Instanz zählt zur bestehenden Position; bei abweichender Geometrie entsteht Name (2). Das ist der empfohlene Weg für Kaufteile.
Auf aktuellen Layer
Normteile bringen ihre eigenen Layer mit: NT-Kontur (durchgezogen), NT-Mittellinie (strichpunktiert), NT-Verdeckt (gestrichelt), NT-Gewinde und NT-Dünn (dünn); Landschafts- und Werkleitungssymbole bringen weitere Layer je Medium. Beim ersten Einfügen werden diese Layer in der Zeichnung angelegt. Mit dem Haken Auf aktuellen Layer landet das Teil stattdessen vollständig auf dem aktiven Layer — Farbe, Stärke und Linientyp vom Layer, die Normteil-Layer werden nicht angelegt. Beide Haken bleiben als Einstellung gespeichert.
Eigene Normteile speichern
Normteil aus Auswahl speichern schreibt die gewählten Elemente — mit Massen, Schraffuren, Constraints, Verschmelzungen, Gruppen und Blöcken — als Datei Name.json in den Download-Ordner. Der Einfügepunkt ist der Ursprung der Zeichnung; zeichnen Sie das Teil deshalb so, dass sein Einfügepunkt bei (0, 0) liegt. Auf dem Server legen Sie die Datei in normteile/<Kategorie>/ ab und laden die Liste neu. Für ein Teil ohne Serverzugang gibt es Lokales Normteil einfügen direkt aus der Datei.

Lokale Normteile bearbeiten
Lokales Normteil bearbeiten öffnet eine Normteil-Datei als Arbeitszeichnung: Die aktuelle Zeichnung wird nach Rückfrage ersetzt (Ctrl+Z holt sie zurück), das Teil liegt in Originalkoordinaten, und ein Punkt markiert den Einfügepunkt. Ändern, alles wählen und erneut Als Normteil speichern — so entsteht eine neue Fassung der Datei.
Dateiformat
Eine Normteil-Datei ist eine JSON-Datei mit dem Kennzeichen liberodraft-part: Name, Einfügepunkt, Bildvorschau, Elemente, Masse, Schraffuren, Constraints, Verschmelzungen, Gruppen, Layer, Blockdefinitionen und die Felder bom und meta für die Stückliste. Dateien, die dieses Kennzeichen nicht tragen, weist das Programm ab (Ungültige Normteil-Datei). Blockdateien .ldblk sind ein anderes Format (Blockdateien).
Haftungshinweis
Unter der Liste steht der Hinweis Ohne Gewähr: Masse und Norm-Konformität eingefügter Normteile vor der Verwendung selbst prüfen; die ausführliche Fassung finden Sie im Info-Fenster ℹ. Die Bibliothek ist eine Zeichenhilfe, kein Ersatz für die Norm oder das Herstellerdatenblatt.